Donnerstag, 2. Juni 2016

# alleine²

Nicht nur, dass ich mich eh schon vollkommen alleine fühle - nein, ich bin es auch wirklich. Ich bin alleine. Mutterseelenallein. Keiner kümmert sich so wirklich; und das ist so verletzend. In den ersten paar Tagen kamen diverse Leute zu mir gestürmt, haben mich herzzerreißend umsorgt, doch das hielt nicht lange an. Jetzt - fast fünf Wochen später - geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Obwohl mein Schmerz nur tiefer geworden ist und kein Stück besser.

Schon nach wenigen Tagen bietet dir plötzlich keiner mehr an, einfach mal zu reden oder so... Nein, es stimmt was gesagt wird: Am Ende bist du alleine.

Das sollte ich mir merken. Retten kann ich mich nur selbst.

Ich bin meine Rettung - oder mein Untergang. Nur ich allein; niemand sonst.

Gott, ich vermisse meine Mum so sehr. Die einzige Person, die mir jemals so richtig nah stand, der ich alles sagen konnte und mit der ich mich nie alleine gefühlt habe...

Ein kleiner Teil von mir ist so wütend im Moment.

Wütend auf dieses scheiß Leben. Wütend, dass meine Mama so früh gehen musste und jahrelang so leiden musste. Wütend darüber, dass alles nun so gekommen ist. Wütend, dass für mich die Welt untergegangen ist und es andere Leute (denen man ja "ach so wichtig ist") einen Scheißdreck interessiert.

Es gibt momentan viel zu wenig, was FÜR dieses Leben spricht.

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