Freitag, 3. Juni 2016

# fast umgekippt

Ja .. der Titel sagt schon alles. Heute hat nicht mehr viel gefehlt und ich wär umgekippt. 

Heute früh kam jemand vom Sanitätshaus und holte ein paar von Mama's Sachen ab .. Und der Typ war etwas seltsam... Er hielt sich viel länger hier auf, als er eigentlich musste.. schaute sich immer mal wieder um... und redete komisches Zeug..

"Sie wohnen ja ziemlich einsam hier oben."
"Ja, ein bisschen."
"Fühlen Sie sich nicht alleine?" 
"... nein."
 [...]
"Haben Sie manchmal Pfefferspray bei sich?" 
"... ähm ... ja." (Habe ich nie, aber was ist das denn für eine Frage?!)
"Na dann... lassen Sie sich nicht stehlen." Er hat mir zugezwinkert und ist gegangen. 

Ich hab Angst gehabt und mir wurde wieder überdeutlich vor Augen geführt, dass ich jetzt eben alleine bin. Ich bin auf mich allein gestellt; hier ist niemand mehr, der auf mich aufpasst.

Vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid und der Typ wollte nur nett sein. Keine Ahnung.

Dann auf der Arbeit ging es mir wirklich schlecht. Körperlich. Die letzten paar Tage waren nicht nur psychisch, sondern auch physisch echt anstrengend. Erst hungern, dann fressen, dann wieder fressen und noch mehr fressen. Bauchschmerzen ohne Ende. Verdauung will nicht. Meine Tage hab ich auch noch. Kopfschmerzen vom ständigen heulen. Blabla.

Jedenfalls war mir unheimlich schwindelig und ich habe einen knallroten Kopf gehabt. Es hat sich wirklich angefühlt, als würde mein Kopf brennen. Selbst meine Kopfhaut hat gekribbelt; irgendwas war da also los. Ich denke mal, dass ich Fieber hatte; keine Ahnung. Als mich dann der dritte Kollege auf mein Aussehen ansprach und sich besorgt zeigte, was denn nur mit mir los wäre, hab ich schon gedacht, es wäre vielleicht besser, wenn ich heimfahren würde. Aber ich hatte viel zu tun, also blieb ich. 

Ich bekam einen Scheißauftrag nach dem nächsten und war innerhalb kürzester Zeit komplett überfordert, weil ich insgeheim gehofft hatte, meine Arbeit schnell erledigen und dann abhauen zu können. Als mich dann ein Kollege wegen einer Lappalie anmeckerte, bin ich binnen weniger Sekunden in Tränen ausgebrochen, habe mich erst einmal auf dem Klo verschanzt - und dann ging wirklich nichts mehr. Ich bin schnell raus um eine zu rauchen, bevor ich meinen Kollegen so komplett verheult unter die Augen treten musste. Mir ist das mittlerweile so unfassbar peinlich, wie labil ich bin. 

Als ich nach der Zigarette wieder reingehen wollte, konnte ich schon kaum aufstehen. Alles hat sich gedreht und ich habe ein paar Versuche gebraucht, um wirklich aufstehen zu können. Schon während dem rauchen hab ich gemerkt, dass ich die Zigarette nicht ordentlich festhalten konnte. Ganz komisch war das. Ich bin jedenfalls reingeschlurft und die Kollegen sagten, ich solle nach Hause fahren. Ich muss ausgesehen haben, wie ein Häufchen Elend. Ich wusste aber, dass ich in dem Moment nicht fahren konnte, ich habs mir echt nicht zugetraut, meinen Wagen zu steuern. Also blieb ich noch eine halbe Stunde lang sitzen, und als ich mir sicher sein konnte, keine Gefahr für den Straßenverkehr zu sein, bin ich endlich nach Hause gefahren... 

Daheim hab mich hingelegt und bin sofort eingeschlafen. 

Meine Katzen haben mich immer mal wieder geweckt und ich war so furchtbar dusselig, mein ganzer Körper hat gekribbelt und ich hab zeitweise das Gefühl in den Armen und Beinen verloren - wie wenn einem der Fuß einschläft. Keine Ahnung, was hier passiert. Es kann auf jeden Fall nicht daran liegen, dass ich zu wenig esse. Eher zu viel. Ich denke, mein Kreislauf ist einfach am Ende. 

Jetzt gerade bin ich zum ersten Mal für heute so einigermaßen wach und klar. Aber ich weiß nichts mit mir anzufangen, also werde ich wohl bald wieder schlafen gehen... 

Finchen.

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe du konntest dich übers Wochenende ein bisschen erholen. Geht es dir , zumindest körperlich, wieder ein bisschen besser?

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