Dienstag, 28. Juni 2016

# Tiefstgewicht - 12.06.2016

Nur für's Protokoll: 
Mein bisheriges Tiefstgewicht (vom 12.06.2016) → 56,3 kg


Gehalten habe ich es leider nicht. War ja klar. Aber ich arbeite wieder daran.

Donnerstag, 23. Juni 2016

# restart (over and over again)

Ich habe meinem Körper in der ganzen letzten Zeit so viel zugemutet (im Sinne von: essen, essen, essen & noch mehr essen), dass sich das jetzt richtig bemerkbar macht. 

Noch im letzten Beitrag schrieb ich ja: "Ich habe festgestellt, dass ich doch recht schnell wieder auf mein ursprünglich mühevoll erkämpftes Gewicht komme - muss mir nur etwas Mühe geben."

Bullshit. 

Ich fühle mich wie ein Schwamm. Meine Waage zeigt mir Zahlen, die ich lange nicht mehr gesehen habe und eigentlich auch gar nicht mehr sehen wollte. 

Montag war eher schlecht, Dienstag war ich bei meiner Oma essen (also sehr schlecht) - und gestern der Tag lief Gott sei Dank mal ganz ordentlich. 

Ich hatte auf der Arbeit "nur" zwei Nektarinen gegessen (ca. 120 kcal) und gegen Nachmittag 'ne "heiße Tasse" (90 kcal). Am Abend dann nur ne kleine Tasse Kakao (laut App ca. 127 kcal). Macht insgesamt nur 337 kcal. Dazu war ich noch bisschen spazieren. Wie viele Kalorien man sich dabei tatsächlich "dazu verdient", weiß ich ehrlich gesagt gar nicht - da vertrau ich auf meine Schrittzähler-App und notiere die 70 kcal.

Heute, Freitag & Samstag wird hoffentlich genauso. Am Sonntag hat mein Bruder Geburtstag und wir gehen alle zusammen essen; das wird dann also auch mittelmäßig. Aber ich hoffe, dass ich bis Sonntag auch wieder andere Zahlen auf der Waage sehen werde... -.- 

Keine Ahnung, warum ich einfach so elendig inkonsequent bin. Kennt ihr das, wenn man sich ständig denkt: "Boah, bis Mitte Juni / bis zum Sommer / bis zum Ende des Jahres ist noch so viel Zeit, bis dahin wiege ich so-und-so-viel, ganz sicher!" Und dann ist dieser Zeitpunkt gekommen und man steht immer noch am Anfang - oder hat im schlimmsten Fall sogar Schritte zurück gemacht. Das ist ja so dermaßen zum kotzen. So wie alles andere momentan auch.

Finchen.

Sonntag, 19. Juni 2016

# Wochenende

Das Wochenende war... ganz okay. Freitagabend war eine Freundin zu Besuch; wir haben zusammen gegessen. Samstag war mein Fastentag; ist gut gelaufen. Ich habe festgestellt, dass ich doch recht schnell wieder auf mein ursprünglich mühevoll erkämpftes Gewicht komme - muss mir nur etwas Mühe geben. Das hat mir wieder etwas mehr Kraft und Mut gegeben. Die kommende Woche soll besser werden. Heute Mittag war mein Bruder zum Essen da. Ab morgen fordere ich mich selbst heraus. Diese Fresserei muss aufhören. 

Abgesehen davon war das Wochenende eher nicht so gut. Ich habe zwar viel geschafft, aber trotzdem zu viel Zeit für mich und meine Gedanken gehabt. All das, worauf ich früher viel Wert gelegt habe - beispielsweise ausreichend Zeit für mich zu haben - ist auf einmal nur noch quälend. Ich will das nicht. Dann bin ich immer froh, dass ich nen Job habe und somit genug Ablenkung während der Woche. Sonst würde ich durchdrehen.

Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr eine schöne, kommende Woche habt. 

Finchen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

# manchmal auch alles egal

Heute ist so ein typischer "Ich schmeiße alles hin"Tag.

Eigentlich lief es gestern ganz gut, aber das hat meine Waage wohl nicht mitbekommen, ahahah. -.- Und eigentlich könnte ich auch die Häkchen rechts an der Seite wieder wegmachen, weil mein Gewicht schon wieder total hin und her springt. Ich bin einfach nicht konsequent genug.

Aber ... manchmal is' es mir auch einfach egal. Heute ist so ein Tag. 

Ich hab Hunger und ich muss essen. An manchen Tagen kann ich den Hunger besser "ertragen" und manchmal fast gar nicht. Ist das bei euch auch so?

Finchen.

Dienstag, 14. Juni 2016

# Kugel-Finchen

Boah, Mädels. Es läuft richtig, richtig schlecht.

Ich esse zu viel, echt. Zu viel Schokolade und überhaupt.. :( Ich fühl mich total mies.

Ich muss unbedingt wieder einen Fastentag einlegen. Mittlerweile ist es so, dass ich gar nicht erst mit dem Essen anfangen darf, sonst geht alles sofort schief. Entweder ich esse gar nichts, oder ich fresse. Dazwischen gibt es nichts.

Wie auch immer.

Weiteren brainfuck gibt's von meinem Exfreund, mit dem ich seit neuestem wieder Kontakt habe.


"Nach dir war keine mehr gut genug" - Das hat er mir vor etwa einem halben Jahr schon einmal gesagt. Ich weiß, dass er mich damals wirklich geliebt hat. Aber damals war mir alles zu viel.

Das Gespräch gestern Abend ging noch weiter in diese Richtung - und ich bin verwirrt.

Ich will mich nicht in Sachen verrennen, die ich später vielleicht bereuen würde... eben weil ich momentan so... einsam bin. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Was richtig und was falsch ist.

Zum Glück gibt es auch schöne Nachrichten, die mir zeigen, was für wundervolle und liebe Menschen ich um mich herum habe.


  ~



Ich bin so dankbar dafür.

Finchen.

Sonntag, 12. Juni 2016

# Ablenkung

Ich merke immer mehr, dass dieses "nicht essen" oder eben "essen", eine reine Ablenkung ist. Ich beschäftige mich damit rund um die Uhr, nur damit ich nicht so viel an andere Dinge denken muss.

Das ist nicht gut, oder? ...

Die Waage zeigte heute 56,1 kg an. Ich habe mein Zielgewicht also bald erreicht...

Nachtrag: Ich möchte mich für eure wunderbaren Kommentare bedanken. Ihr seid toll. ♥

Samstag, 11. Juni 2016

# diese Hölle

Ich habe beschlossen, heute zu fasten. Bislang habe ich noch nichts gegessen und zum Glück auch keinen Hunger. Nachdem ich gestern wieder eine ekelhafte Fressattacke hatte, reichts mir jetzt. Ich hatte den ganzen Tag Bauchschmerzen, jetzt so langsam gehts wieder.

Heute Morgen habe ich ununterbrochen im Haus rumgeräumt, danach wär ich fast durchgedreht. Zu viele Erinnerungen, die einfach viel zu weh tun, es ist kaum zum aushalten. Ich musste raus - und bin erstmal ne Stunde lang ziellos durch Felder gewandert, habe krampfhaft versucht, Tränen zurückzuhalten und einen kompletten Ausbruch zu verhindern.


Später gings weiter mit Gartenarbeit, bis ich gegen Abend komplett kaputt war. Habe mich kurz etwas wackelig auf den Beinen gefühlt, aber jetzt ist das auch wieder weg. Ich sitze etwas ratlos hier. Für heute ist alles getan und jetzt habe ich Zeit für mich - und genau das ist es, was ich gar nicht gebrauchen kann. Ich will nicht nachdenken, ich will beschäftigt sein.

Es ist jetzt schon 6 Wochen her, Mama ... Wie kann das sein? Es kommt mir vor, als wär es erst gestern gewesen. Warum dreht sich die Welt weiter? Warum geht es einfach immer weiter?

Ich vermiss dich so...

Mittwoch, 8. Juni 2016

# into the light

» Reich mir die Hand, mein Leben – nenn’ mir den Preis
Ich schenk’ Dir gestern, heut’ und morgen,
Dann schließt sich der Kreis
Kein Weg zurück, das weiße Licht kommt näher
Stück für Stück – will mich ergeben
Muss ich denn sterben, um zu leben?

Out of the dark – hörst Du die Stimme, die Dir sagt
Into the light – I give up and close my eyes
Out of the dark – hörst Du die Stimme, die Dir sagt
Into the light – I give up and you’ll waste your tears to the night «

© Falco – Out Of The Dark (Into The Light)

Montag, 6. Juni 2016

# dizzy

Gut, dass ich einfach viel zu dizzy bin, um zu schreiben. Oder überhaupt irgendwas zu tun. 

Weil ich entweder so gut wie nichts esse, oder viel zu viel esse, oder zu viel trinke, oder mein Kreislauf einfach im Arsch ist, oder ich zu viel heule und Kopfschmerzen habe, oder irgendwie alles zusammen. 

... oder weil ich auch irgendwie nicht weiß, was ich schreiben soll. Letztendlich ist es immer nur das gleiche. Ich fühle mich einsam. Das alles hier hat mit leben nichts mehr zu tun; das ist höchstens überleben.

Ich weiß wirklich nicht, ob das jemals wieder gut wird...

Sonntag, 5. Juni 2016

Bitte lass mich nicht vergessen. Bitte, bitte, lass mir wenigstens die Erinnerung.

Freitag, 3. Juni 2016

# fast umgekippt

Ja .. der Titel sagt schon alles. Heute hat nicht mehr viel gefehlt und ich wär umgekippt. 

Heute früh kam jemand vom Sanitätshaus und holte ein paar von Mama's Sachen ab .. Und der Typ war etwas seltsam... Er hielt sich viel länger hier auf, als er eigentlich musste.. schaute sich immer mal wieder um... und redete komisches Zeug..

"Sie wohnen ja ziemlich einsam hier oben."
"Ja, ein bisschen."
"Fühlen Sie sich nicht alleine?" 
"... nein."
 [...]
"Haben Sie manchmal Pfefferspray bei sich?" 
"... ähm ... ja." (Habe ich nie, aber was ist das denn für eine Frage?!)
"Na dann... lassen Sie sich nicht stehlen." Er hat mir zugezwinkert und ist gegangen. 

Ich hab Angst gehabt und mir wurde wieder überdeutlich vor Augen geführt, dass ich jetzt eben alleine bin. Ich bin auf mich allein gestellt; hier ist niemand mehr, der auf mich aufpasst.

Vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid und der Typ wollte nur nett sein. Keine Ahnung.

Dann auf der Arbeit ging es mir wirklich schlecht. Körperlich. Die letzten paar Tage waren nicht nur psychisch, sondern auch physisch echt anstrengend. Erst hungern, dann fressen, dann wieder fressen und noch mehr fressen. Bauchschmerzen ohne Ende. Verdauung will nicht. Meine Tage hab ich auch noch. Kopfschmerzen vom ständigen heulen. Blabla.

Jedenfalls war mir unheimlich schwindelig und ich habe einen knallroten Kopf gehabt. Es hat sich wirklich angefühlt, als würde mein Kopf brennen. Selbst meine Kopfhaut hat gekribbelt; irgendwas war da also los. Ich denke mal, dass ich Fieber hatte; keine Ahnung. Als mich dann der dritte Kollege auf mein Aussehen ansprach und sich besorgt zeigte, was denn nur mit mir los wäre, hab ich schon gedacht, es wäre vielleicht besser, wenn ich heimfahren würde. Aber ich hatte viel zu tun, also blieb ich. 

Ich bekam einen Scheißauftrag nach dem nächsten und war innerhalb kürzester Zeit komplett überfordert, weil ich insgeheim gehofft hatte, meine Arbeit schnell erledigen und dann abhauen zu können. Als mich dann ein Kollege wegen einer Lappalie anmeckerte, bin ich binnen weniger Sekunden in Tränen ausgebrochen, habe mich erst einmal auf dem Klo verschanzt - und dann ging wirklich nichts mehr. Ich bin schnell raus um eine zu rauchen, bevor ich meinen Kollegen so komplett verheult unter die Augen treten musste. Mir ist das mittlerweile so unfassbar peinlich, wie labil ich bin. 

Als ich nach der Zigarette wieder reingehen wollte, konnte ich schon kaum aufstehen. Alles hat sich gedreht und ich habe ein paar Versuche gebraucht, um wirklich aufstehen zu können. Schon während dem rauchen hab ich gemerkt, dass ich die Zigarette nicht ordentlich festhalten konnte. Ganz komisch war das. Ich bin jedenfalls reingeschlurft und die Kollegen sagten, ich solle nach Hause fahren. Ich muss ausgesehen haben, wie ein Häufchen Elend. Ich wusste aber, dass ich in dem Moment nicht fahren konnte, ich habs mir echt nicht zugetraut, meinen Wagen zu steuern. Also blieb ich noch eine halbe Stunde lang sitzen, und als ich mir sicher sein konnte, keine Gefahr für den Straßenverkehr zu sein, bin ich endlich nach Hause gefahren... 

Daheim hab mich hingelegt und bin sofort eingeschlafen. 

Meine Katzen haben mich immer mal wieder geweckt und ich war so furchtbar dusselig, mein ganzer Körper hat gekribbelt und ich hab zeitweise das Gefühl in den Armen und Beinen verloren - wie wenn einem der Fuß einschläft. Keine Ahnung, was hier passiert. Es kann auf jeden Fall nicht daran liegen, dass ich zu wenig esse. Eher zu viel. Ich denke, mein Kreislauf ist einfach am Ende. 

Jetzt gerade bin ich zum ersten Mal für heute so einigermaßen wach und klar. Aber ich weiß nichts mit mir anzufangen, also werde ich wohl bald wieder schlafen gehen... 

Finchen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

# alleine²

Nicht nur, dass ich mich eh schon vollkommen alleine fühle - nein, ich bin es auch wirklich. Ich bin alleine. Mutterseelenallein. Keiner kümmert sich so wirklich; und das ist so verletzend. In den ersten paar Tagen kamen diverse Leute zu mir gestürmt, haben mich herzzerreißend umsorgt, doch das hielt nicht lange an. Jetzt - fast fünf Wochen später - geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Obwohl mein Schmerz nur tiefer geworden ist und kein Stück besser.

Schon nach wenigen Tagen bietet dir plötzlich keiner mehr an, einfach mal zu reden oder so... Nein, es stimmt was gesagt wird: Am Ende bist du alleine.

Das sollte ich mir merken. Retten kann ich mich nur selbst.

Ich bin meine Rettung - oder mein Untergang. Nur ich allein; niemand sonst.

Gott, ich vermisse meine Mum so sehr. Die einzige Person, die mir jemals so richtig nah stand, der ich alles sagen konnte und mit der ich mich nie alleine gefühlt habe...

Ein kleiner Teil von mir ist so wütend im Moment.

Wütend auf dieses scheiß Leben. Wütend, dass meine Mama so früh gehen musste und jahrelang so leiden musste. Wütend darüber, dass alles nun so gekommen ist. Wütend, dass für mich die Welt untergegangen ist und es andere Leute (denen man ja "ach so wichtig ist") einen Scheißdreck interessiert.

Es gibt momentan viel zu wenig, was FÜR dieses Leben spricht.