Die letzten Tage waren unerwartet gut.
Freitag einen langen Spaziergang mit einer Freundin gemacht. Viel geredet. Es tat so verdammt gut. Ich vergesse manchmal, wie wertvoll S. ist. Sie hat mir vermittelt, dass ich nicht alleine bin. Ich glaube ihr.
Samstag Konzert. Sechs Menschen, die ich viel zu selten sehe. Sechs Menschen, die alle auf ihre eigene Art und Weise einfach so schön sind. So ehrlich.
Großartige Musik, gute Stimmung; tanzen und singen, bis die Stimme versagt.
4 Stunden Schlaf, dann Ostern mit Oma und Bruder. Ich hab mich gefreut, meinen Bruder wiederzusehen; ich vermisse ihn oft.
In zwei Wochen sehen wir uns wieder, aber der Anlass wird alles andere als schön sein. Es geht auf die harte Zeit zu - es ist dann genau ein Jahr her...
Ich blende die Angst aus. Diese verdammte Angst, die mich jede Nacht kriegen will.
Jetzt nicht. Du kriegst mich jetzt nicht. In Gedanken singe ich so laut ich kann, ich stoße während dem Tanzen mit dem Arm gegen M. und lache, weil er es auch tut. In Gedanken stehe ich mit euch in einem großen Kreis, wir prosten uns zu und trinken auf einen guten Abend. Fühlt sich an, als würde ich dazugehören. In Gedanken spaziere ich stundenlang mit S. durch die Felder, ziehe meine Jacke aus, weil es so warm ist, und liebe jedes einzelne Wort von ihr. In Gedanken fahre ich nachts mit der S-Bahn, sehe mein Spiegelbild in der Fensterscheibe und fühle mich seltsam; aber ich schaue zur Seite und ihr seid alle da. Es ist egal, wo ich bin. Ihr seid da.
So schön geschrieben der letzte Absatz <3
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