Donnerstag, 15. September 2016

# Crashdiät

Das Gute ist, dass ich schon fast wieder unter 60 kg bin.
Mein Gewicht war bis zu 65 kg hochgegangen...

Das Schlechte ist, dass ich wirklich ganz schön kraftlos bin. Und ständig müde; egal wie viel ich schlafe. Aber das nehme ich in Kauf. Es fällt mir momentan relativ leicht, nichts zu essen - und das muss ich natürlich ausnutzen, solange es anhält...

Mittwoch, 14. September 2016

# Jenga

Warum spielen wir dieses Spiel?
Du bist wieder am Zug 
Zieh einen Stein aus der Mauer,
einen Stein aus dem Tower 

Jenga - Wir tanzen auf Eis, 
bis die Eisdecke reißt 
Und ich weiß, wir spielen Jenga 
Ein schwankender Turm,
noch haben wir nicht verloren 

Ist dass das Ende vom Lied?
Wir tanzen ohne Musik

Stein auf Stein und Hand in Hand 
Stark und schön, das war'n wir zusammen 
Es tut weh, wenn ich jetzt seh' 
wie das alles zerfällt 
und ich's nicht aufhalten kann

© Jennifer Rostock - Jenga

Freitag, 9. September 2016

# ...

Ich wünschte, ich könnte dich noch einmal lachen sehen. 

Ich werde vergessen, wie du gelacht hast. Ich werde den Klang deiner Stimme irgendwann nicht mehr in den Ohren haben. Ich werde mich nur noch dunkel an so manche Situationen erinnern. 

Ich will nicht vergessen. Bitte, bitte nicht. 

Diese Erinnerungen, die momentan noch so lebhaft sind, sind doch alles, was mir geblieben ist.


Ich traue mich nicht, zum Arzt zu gehen. Aus Angst vor den Konsequenzen. Ich will Medikamente und eigentlich will ich sie doch nicht. Ich will und brauche Hilfe, aber ich trau mich nicht.

Eigentlich müsste ich in eine Klinik. Aber der pure Gedanke daran, ist so erschreckend für mich, dass mir sofort schlecht wird.

Niemand kümmert sich, niemand, niemand, niemand. 

Niemand sieht dieses Elend, deshalb greift auch keiner ein. Und ich selbst bin viel zu gelähmt - und zu ängstlich noch dazu. 

Mir kommen immer wieder so kranke Gedanken. Wenn ich Suizid begehen würde, dann würde mich vermutlich erst nach mehreren Tagen jemand finden. Vielleicht auch früher als gedacht, weil ich nicht zur Arbeit kommen würde. Ich kann hier tun und lassen, was ich will, weil es niemanden interessiert, weil niemand nachfragt, weil mich niemand hier sieht. Ich kann mir die Arme und Beine aufschlitzen, ich kann Tabletten schlucken ohne Ende, ich kann mich betrinken... Es wüsste niemand.

Ich habe plötzlich keinen mehr, der auf mich aufpasst.
Keinen mehr, auf den ich aufpassen muss.

 *

Ich habe mein bisheriges Höchstgewicht von 62 kg überschritten ... 

Die Liste rechts ist längst nicht mehr aktuell, aber ich lasse sie drin, bis ich die 58 kg wieder erreicht habe.

Ihr könnt euch mein Entsetzen vorstellen. Ich habe sofort eine absolute Crashdiät angefangen. Habe die letzten paar Tage also kaum was gegessen. Jojo-Effekt hin oder her, wenn ich nicht bald dieses ekelhafte Fett wegbekomme, drehe ich komplett durch. 

Ich werde in meinem ganzen Leben nicht mehr glücklich werden können. - Kennt ihr diesen Gedanken?

Donnerstag, 1. September 2016

# worst case situation

Es ist schwierig, mit allem immer alleine zu sein. 

Mit dir habe ich den wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren. Jetzt bin ich so einsam, dass ich den Schmerz nicht in Worte fassen kann.

Dieses Gefühl kommt immer mehr bei mir an. Je mehr Zeit vergeht, desto schlimmer wird dieser Zustand. 

Ich will nicht ständig den Tränen nahe sein; ich will nicht jeden Abend weinen. 

Wo ich bis vor kurzem nur abends geweint habe, fängt es nun schon morgens an. Ich kann das einfach nicht ertragen - und wenn das so weitergeht, bekomme ich Alltag und Job nicht mehr hin. Irgendwann passt diese Maske nicht mehr, die man sich sonst immer aufsetzt.

Gott, ich vermisse dich so sehr. Dieses Leben ist wertlos für mich; ich fühle mich so nutzlos und alleine. Die Wochenenden sind am schlimmsten. Meine Freunde sind längst verplant, oder verbringen die Zeit mit ihren Partnern. Ich will nicht das fünfte Rad am Wagen sein, also bleibe ich Zuhause. Neue Kontakte knüpfen fiel mir schon immer schwer; und jetzt erst recht.

Ich habe mir sämtliche Chancen verspielt; habe mir nichts eigenes aufgebaut. Jetzt sitze ich in den Trümmern, die übrig geblieben sind. 

Es ist der worst case. Der schlimmste Fall, den ich mir je hätte ausmalen können. Komplett alleine zu sein - und keine Chance auf Besserung, oder Veränderung. Keine Hoffnung - und offen gestanden auch kein Wille.

Ich will nicht mehr; ich bin so lebensmüde.